Gioachino Rossini und seine Zeit
Gioachino Rossini und seine Zeit
Von Arnold Jacobshagen
 
2., korrigierte und erweiterte Auflage. 401 Seiten mit 29 Abbildungen und 31 Notenbeispielen. Geb.
(Große Komponisten und ihre Zeit 24)
ISBN 978-3-89007-770-3
 
37,80 €
Neuauflage voraussichtl. im Herbst 2020.
Gioachino Rossini (1792–1868) war der erfolgreichste und meistgespielte Komponist seiner Generation, der einflussreichste Opernkomponist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus eine der prägenden Persönlichkeiten seiner Epoche. In der Geschichte des musikalischen Theaters hat es niemals zuvor einen Autor gegeben, dessen Werke die Spielpläne weltweit so unangefochten dominiert hatten wie diejenigen Rossinis in seiner Zeit.

Der Ruhm, der Rossini einstmals umgab, ist ihm allmählich abhanden gekommen, besonders in Deutschland. Hier sah man ihn bald nur noch als geistreichen musikalischen Unterhalter oder aber als Repräsentanten einer Kunstrichtung, die als kulturelles Feindbild der »absoluten Musik« Beethovens gegenübergestellt wurde. Die Folgen dieser Polarisierung sind heute noch zu spüren: Rossini ist zum großen Unbekannten der Musik des 19. Jahrhunderts geworden. Einer breiten Öffentlichkeit ist er nur als Komponist komischer Opern und vor allem des Barbiers von Sevilla geläufig. Tatsächlich aber entfällt die Mehrzahl seiner Bühnenwerke auf den Bereich der ernsten Oper. Zudem schuf er u.a. bedeutende geistliche Werke und mehr als 100 Klavierkompositionen. Auch entsprach der jahrzehntelang unter schweren Krankheiten und Depressionen leidende Rossini keineswegs dem uneingeschränkt hedonistischen Bild, das sich die breite Öffentlichkeit von ihm machte.

Arnold Jacobshagen beleuchtet in vier großen Abschnitten den Künstler Rossini und seine Persönlichkeit, die Bedeutung und die Geheimnisse seiner Musik, die Stationen und Traditionen seines Schaffens sowie schließlich das Verhältnis zu seinen Vorgängern, Zeitgenossen und Nachfolgern. Aus dem Wechselspiel dieser unterschiedlichen Zugänge ergeben sich neue Perspektiven auf die Musikgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
×